Ganz so hatte sich der Thomaskantor seine Kammermusik vielleicht nicht vorgestellt:

Keines der Werke dieses Abends erklingt in der vom Komponisten ursprünglich vorgesehenen Fassung. Allerdings hatte Johann Sebastian Bach verschiedentlich auch selbst schon eigene (und fremde) Werke uminstrumentiert und bearbeitet und dadurch oft einen völlig anderen Klang, eine andere Transparenz und auch eine andere Atmosphäre geschaffen. Insofern folgt unser Programm einem illustren Vorbild; es bietet ausschließlich Werke, die von Bach selbst in unterschiedlichen Varianten vorliegen. Nur unsere Besetzungen kommen bei ihm erstaunlicherweise in dieser Form - außer BWV 964 - nicht vor.

Sozusagen "Alte Bekannte" - in reizvollem Klanggewand (und Kleider machen Leute!) neu gehört ...

Das Programm:

Triosonate in G (nach BWV 1038/1021) für Violine, Viola da Gamba und b.c.

Suite in d (nach BWV 1011/995) für Viola da Gamba senza basso

Sonata in d (nach BWV 1003/964) für Cembalo

Triosonate in G (nach BWV 1039/1027) für Violine, Viola da Gamba und b.c.

Die Bach'schen Originalbesetzungen:

BWV 1038: Triosonate in G für Flöte, Violine und b.c.

BWV 1021: Sonate in G für Violine und b.c.

BWV 1011: Suite in c für Violoncello

BWV 995: Suite in g für Laute (hat mit BWV 1011 möglicherweise eine gemeinsame "Urfassung")

BWV 1003: Sonata in a für Violine senza basso

BWV 964: deren von Bach selbst vorgenommene Bearbeitung für Cembalo

BWV 1039: Triosonate in G für zwei Flöten und b.c.

BWV 1027: deren von Bach selbst vorgenommene Bearbeitung für Viola da Gamba und Cembalo

 

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