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Le Triomphe de la Constance
aliceteyssier Franka Ekkehard RicardoMagnusSWPressefoto

Alice Teyssier
Sopran

Franka Palowski
Violine

Ekkehard Weber
Viola da gamba

Ricardo Magnus
Cembalo

„Le triomphe de la constance“ – unter diesem Titel versucht unser Programm mit virtuoser Kammermusik und „erbaulichen“ Kantaten einen Ausschnitt aus der unendlichen Fülle und Pracht des französischen Barock.

Zwei ganz unterschiedliche Aspekte der Liebe behandelt Michel Pignolet de Montéclair in seinen Kantaten: Das Scheitern der Liebe und der Verrat in "La mort de Didon", aber auch die dauerhafte Beständigkeit in "Le Triomphe de la Constance".
Gerade die Klagelaute der verlassenen Berberfürstin Dido eignen sich wie kaum etwas anderes zur expressiven musikalischen Ausgestaltung, nicht nur in der Gesangspartie, sondern auch im Instrumentalsatz. Da kochen Emotionen …

Einige der prominentesten Vertreter virtuoser Instrumentalmusik versammeln sich in diesem Programm: Der strahlende Stern am barocken Gambenhimmel, Marin Marais, ist vertreten mit Stücken aus seinem IV. Buch der "Pièces de Viole", "L'Arabesque" und "Le Labyrinthe". Letzteres, so berichtet Titon du Tillet in seinem "Parnasse François" sei die bemerkenswerteste Komposition Marais'. Die Situation eines in einem Labyrinth verlorenen Menschen wird meisterhaft abgebildet im Gang durch die entlegendsten Tonarten, über den gesamten Ambitus des Instruments, unglaublichen Dissonanzen, Hoffnung, Verzweiflung … Am Ende jedoch wird der Ausgang und die Ausgangstonart wiedergefunden, eine anmutige Chaconne beschließt das Stück.

labyrinth

Jean-Marie Leclair, gefeierter Violinvirtuose, Tänzer und Spitzenklöppler (mit unrühmlichem Ende – er wurde in seinem Haus in Paris ermordet aufgefunden) hat eine einzige Triosonate für Violine, Viola da Gamba und Generalbaß hinterlassen, sie ist eine der schönsten Kompositionen dieser Gattung. Aber nicht zuletzt seine Violinkompositionen begründen seinen Ruf als Instrumentalist und Komponist. Etliche davon sind in einem Stil gehalten, der ihre Aufführung auch auf der Traversflöte erlaubt. Sie zeichnen sich durch Eleganz und Empfindsamkeit aus, zwei Tugenden, die gerade im Frankreich dieser Zeit mit viel Raffinement bis fast ins Manierierte gesteigert wurden.

Cembalostücke von François Couperin und Bernard Bury runden das Programm ab.

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