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William Byrd

Konrad Lechner

Josef Schelb

J.S. Bach

Boris Yoffe

John Jenkins (1592 - 1678)
war Lautenvirtuose am Hof von Charles I., während der Bürgerkriege 1642 bis 1660 in Diensten verschiedener Landadliger, vor allen Lord North in Cambridgeshire, nach der Restauration wieder am Londoner Königshof unter Charles II. Den Lebensabend verbrachte er am Landsitz von Sir Wodehouse in Kimberley.
Jenkins war als Komponist sehr vielseitig produktiv, beeinflusst von William Byrd und Henry Purcell, auch von seinem Freund William Lawes. Zu Lebzeiten war er außerordentlich populär.

Konrad Lechner (1911 - 1989)
studierte an der Münchner Musikhochschule (1929 - 1934) bei Hugo Becker (Cello), Karl Marx, Karl Orff, Johann Nepomuk David und Wolfgang Fortner (Komposition) und Clemens Kraus (Dirigieren). Bedeutende Impulse erhielt er aus der Zusammenarbeit mit Edwin Fischer. Seine Karriere begann als Cellist am Bayrischen Nationaltheater in München unter Knappertsbusch (1934/35), er lehrte am Salzburger Mozarteum (1941 - 1945), leitete die Bamberger Symphoniker (1946 - 1948). 1948 - 1953 lehrte er an der Freiburger Musikhochschule, danach bis 1970 an der Darmstädter Musikakademie, anschließend bis zur Pensionierung 1974 wieder in Freiburg.
Sein Kompositionsstil ist anfänglich sehr beeinflusst von seiner ausführlichen Beschäftigung mit dem Mittelalter (Münchner Fideltrio), später wandte er sich seriellen Techniken zu.

William Byrd (1543 - 1623)
war bedeutendster Komponist der Shakespeare Zeit, mit Thomas Tallis Organist der Chapel Royal in London. Mit Tallis erhielt er das königliche Privileg für ein Notendruckmonopol. Größter Posten (als katholischer Kirchenmusiker) seines kompositorischen Schaffens ist Chormusik, aber auch Instrumentalmusik für Streicher oder Tasteninstrument ist reichhaltig vertreten.

Josef Schelb (1894 -1977)
studierte Musiktheorie in Basel bei Hans Huber, Kontrapunkt und Komposition bei Otto Barblan, sowie in Genf Klavier bei dem Liszt-Schüler Bernhard Stavenhagen. Als Begleiter des Geigers Juan Manén unternahm er ausgedehnte Konzertreisen durch Europa und Südamerika. Von 1924 bis 1958 unterrichtete er an der Karlsruher Musikhochschule, zunächst Klavier, später auch Komposition und Instrumentierung. Sein Kompostionsstil ist stark von Reger und dem französischen Impressionismus beeinflusst, er wandte sich jedoch auch Zwölftontechniken und der Atonalität zu.

Thomas Lupo (1571 - 1627)
entstammte einer italienischen Musikerfamilie, die von Venedig über Antwerpen nach London gekommen war. Er stand in Diensten der königlichen Hofkapelle Elisabeths I. und war wahrscheinlich die prägendste Figur für die englische Gambenmusik des 17. Jahrhunderts. Sein Stil ist stark
beeinflusst durch das italienische Madrigal, vor allem Luca Marenzios. Einige seiner Fantasien sind direkte Transskriptionen italienischer Madrigale; andere, vor allem die geringstimmigeren, weisen deutlich eigenständigere Merkmale und teils aparte Besetzungen auf.

Boris Yoffe (* 1968)
in St. Petersburg geboren, emigrierte Yoffe 1990 nach Israel und wohnt seit 1997 in Deutschland. Seine Kompositionslehrer waren Adam Stratievsky und Wolfgang Rihm. Yoffes Kompositionen wurden in den EU-Ländern, der Schweiz, Israel, Russland und USA aufgeführt; Rundfunkaufnahmen (BBS, SWR, Radio France, DRS, Israelische Rundfunk) und CDs dokumentieren seine Arbeit. Yoffe war Stipendiat verschiedener Stiftungen (z.B. Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR); im Jahr 2000 erhielt er den Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Yoffe ist auch Autor von zahlreichen Arrangements und Bearbeitungen, sowie von einigen musikwissenschaftlichen und philosophischen Essays.
Charakteristisch für Yoffe ist die Gleichsetzung zwischen dem ästhetischen Erlebnis und dem Akt des Verstehens. Die asketische, abstrakte und zugleich emotional gespannte Musik Yoffes wird oft mit Metaphysik und gar Mystik in Verbindung gebracht. Man könnte seine Musik als eine Art Opposition zur heute etablierten neuen Musik wahrnehmen. Die zentralen Mittel sind die Formbildung und die Polyphonie, wichtig ist auch die Auseinandersetzung mit der Musik des Barock und der Klassik; fast völlig vernachlässigt sind die Virtuosität sowie die Arbeit mit den Klangeffekten.

Gerhard Kastner
geboren 1928 in Berlin. Nach autodidaktischen Anfängen Klavier- und Kompositionsstudien, aufführungspraktische Versuche mit Musik des Mittelalters. Nach dem Cembalostudium an der Berliner Musikhochschule Gründung und Leitung des "Berliner Ensembles für Alte Musik". Langjährige Dozententätigkeit an der Hochschule der Künste, Berlin, in den Fächern Cembalo und Aufführungspraktik, später an der Hochschule für Künste Bremen sowie der dortigen Akademie für Alte Musik. Zahlreiche Konzerte und Aufnahmen mit dem von ihm mitbegründeten Bremer Ensemble "Fiori musicali". Herausragend im kompositorischen Schaffen Kastners sind ein Cembalokonzert sowie Vertonungen der cherubinischen Gesänge des Angelus Silesius.
 

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